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Projekt Modellbasierte Hörgeräte

Beschreibung:
In der Vergangenheit sind erhebliche Fortschritte bei der Weiterentwicklung der Systemtechnik von Hörgeräten (einschließlich theoretischer Grundlagen, verwendeter Algorithmen und der klinischen Evaluation und Optimierung der Techniken für den individuellen Patienten) erreicht worden. Darüber hinaus hat die Versorgungsqualität ein hohes Niveau erreicht. Dennoch zeigt sich in der Praxis der Versorgung hörgeschädigter Mitmenschen (ca. 18% der Bevölkerung) deutlich, dass die Anforderungen an die Technik insbesondere in komplexen Hörsituationen sowie Anpassbarkeit und Handhabung der Geräte noch immer nicht in optimaler Weise befriedigt werden können. Ein wichtiger Grund hierfür ist die noch nicht ausreichende Umsetzung von neuen Erkenntnissen aus der Hörforschung, Akustik-Forschung und Algorithmen-Entwicklung in anwendbare Techniken zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit technischer Hörgeräte (d.h. insbesondere konventioneller Hörgeräte). Dabei spielt die individuelle Anpassbarkeit an die verschiedenartigen Bedürfnisse der in unterschiedlichem Maße hörgeschädigten Menschen eine besondere Rolle.

Das am 1.Januar 2008 gestartete Verbundprojekt hat daher das Ziel eine konsequente Umsetzung von Modellen aus der Forschung unterschiedlicher Fachdisziplinen (z.B. Elektroakustik, Psychoakustik, Hörphysiologie, Individualpsychologie, Audiologie, Hörgeräteakustik) und Anwendungsdomänen (z.B. Raumakustik, Sprachverarbeitung, Audiotechnik, Hörgeräte-Technik und Hörgeräteanpassung, Marketing) in Algorithmen und Anpassverfahren innovativer technischer Hörgeräte zu realisieren, um den verschiedenen Anforderungen der hörgeschädigter Menschen zu entsprechen. Durch die konsequente Kopplung und Interaktion zwischen Modell-Entwicklern, Algorithmus-Entwicklern und Anwendungs- und Entwicklungsteams soll es daher zu einer substantiellen Verbesserung konventioneller Hörsysteme kommen. Die Synergie zwischen bisher weitgehend getrennt arbeitenden Entwicklungsteams für konventionelle und implantierbare Hörsysteme bietet zudem die Chance einer gegenseitigen Befruchtung.

 

 

Partner:

Forschung: Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven, HörTech gGmbH, Medizinische Hochschule Hannover, Universität Gießen, Universitäts-Klinik Köln, Universität Oldenburg

Transfer und Umsetzung: Hörzentrum Oldenburg, Siemens Audiologische Technik

 

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