Übersicht
Partner
Audiologie Initiative Niedersachsen
Projekt Hardware
Projekt Models
Projekt Algorithm
Projekt Efficiency
Projekt Fitting
Projekt Services
Projekt Measures
Projekt Quality
CTO Projekt Qualitätsvorhersage
EU-Projekt HEARCOM
Gestaltung altersgerechter Lebenswelten
Hearing@Home
Modellbasierte Hörgeräte
HurDig
Partner-Login
Ziele & Resultate
Projektbeteiligte



So fühlen sich viele Schwerhörende auf einer Cocktail-Party.

Projekt Algorithmen

Leitung: Dr. Volker Hohmann, Universität Oldenburg


Thema:

Entwicklung von Algorithmen zur Sprachverarbeitung in digitalen Hörhilfen zum Ausgleich von Hörschädigungen.

Beschreibung:

 Die zunehmende Verbreitung von digitalen Hörgeräten mit ständig steigender Rechenleistung ermöglicht neue, interessante Perspektiven für die Rehabilitation von Schwerhörigkeit. Bisher werden jedoch nur Teilaspekte der Möglichkeiten einer digitalen Signalverarbeitung tatsächlich ausgenutzt. So stellen viele der derzeit verwendeten Signalverarbeitungsstrategien (‚Algorithmen') nur etwas verallgemeinerte Kopien der bisher bekannten analogen Signalverarbeitung in Hörgeräten dar. Weitere Grundlagenforschung zur Verbesserung von Algorithmen ist daher notwendig.

Das Projekt III widmet sich diesem Thema und hat sich zum Ziel gesetzt, die Rehabilitation von Schwerhörigkeit durch Hörgeräte zu verbessern. Ein weit verbreitetes Problem von Schwerhörenden ist das verringerte Sprachverständnis in geräuschbehafteter Umgebung, was für den einzelnen Schwerhörenden eine starke Einschränkung der Kommunikation im Alltag bedeuten kann (‚Cocktail-Party-Effekt') (siehe Bild links). Da
die praktischen Erfolge von Algorithmen zur Störgeräuschunterdrückung derzeit noch sehr begrenzt sind, liegt ein Schwerpunkt unserer Arbeit in diesem Bereich. Insbesondere wird untersucht, ob Modelle des binauralen
(zweiohrigen ) Hörens für die Störgeräuschunterdrückung verwendet werden können. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist die Lautheitsanpassung, die zum Ausgleich des verringerten Hörbereichs zwischen der Hörschwelle und der Schmerzschwelle, dem sog. ‚Recruitment-Phänomen', notwendig ist.

Die erzielten Ergebnisse bleiben nicht im Elfenbeinturm, da die Algorithmenentwicklung in diesem Projekt mit praktischen Tests und Anwendungen verbunden ist. So werden alle Algorithmen zunächst als Blockschaltbild entwickelt und im Labor getestet. Vielversprechende Algorithmen werden auf spezielle tragbare Sprachprozessoren ('Master-Hearing-Aid') übertragen und können in Feldtests von Schwerhörenden zu Hause oder am Arbeitsplatz erprobt werden. Dadurch ist eine praxisgerechte Beurteilung der Ergebnisse sichergestellt.
Drucken Impressum Sitemap Home English