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Projekt Efficiency

Leitung: Dr. Markus Meis, Hörzentrum Oldenburg


Thema:

Kosten/Nutzenrelationen von (technischen Hörgerätekomponenten in) modernen Hörsystemen

Beschreibung:

Ergebnisse der HörTech-Projekte I und Projekt III werden neue Hard- und Softwarekomponenten für Hörsysteme sein.

Welchen technischen und audiologischen Nutzen haben diese technischen Hörsystemkomponenten für schwerhörige Menschen?

Dies ist die zentrale Frage, um die es in Projekt IV geht. Dazu werden effiziente Evaluationstools für HiFi-Hörsysteme entwickelt und konkrete Produktevaluationen durchgeführt, deren Ergebnisse konkrete Aussagen zur Leistungsfähigkeit und zur Verbesserung der Neuentwicklungen liefern.

So verbessern z.B. in digitalen Hörsystemen implementierte Algorithmen zur Störgeräuschreduktion nicht unbedingt das objektiv messbare Sprachverstehen. Sie können aber die Höranstrengung für den Hörgeräteträger vermindern. Allerdings gibt es derzeit noch kein validiertes Messverfahren zur Höranstrengung. Im Teilprojekt IV des Kompetenzzentrums HörTech werden verschiedene Ansätze zur Messung der Höranstrengung (z.B. Kurzzeitgedächtnisleistung, Dual Task, subjektive Skalierung) entwickelt und mit normal- und schwerhörigen Probanden überprüft. Um den subjektiven Nutzen von Hörsystemen zu erfassen, sind auch Fragebögen unerlässlich. Deshalb wurde in Zusammenarbeit mit den HörTech-Partnern ein HörTech Fragebogen-Inventar entwickelt, welches Module zu den Themen
  • Anamnese,
  • Ausstattung & Service,
  • Spontane Akzeptanz,
  • Hörsituationen: Allgemein & Individuell,
  • Hörsystem-Bewertung und
  • Lebensqualität
enthält.

Zum anderen wird innerhalb von Projekt IV der Einfluss und die Wichtigkeit einzelner nicht-technischer Komponenten des Versorgungsweges (z.B. Anpasselemente, Serviceelemente, vergleichende Anpassung, Nachsorge) auf die Hörgeräte-Auswahl und -Anpassung, die Zufriedenheit des Hörgeräteträgers bzw. auf die Entscheidung für oder gegen eine Hörgeräteversorgung abgeschätzt. Um diese Informationen aus dem Feld zu erhalten, werden unversorgte Schwerhörige, die sich mit dem Gedanken einer Hörgeräteversorgung tragen, in einer Längsschnittstudie über einen mehrmonatigen Zeitraum telefonisch befragt. Themen dieser Befragung sind z.B. die technische Versorgung, audiologische Faktoren, Service und das soziale Umfeld. Die Ergebnisse dieser Umfrage helfen, die Produkte von HörTech optimal in den gesamten Versorgungsweg zu integrieren.
Um die Orientierung der HörTech auf den gesamten Versorgungsvorgang zu stärken, werden in Projekt IV neben den Bedürfnissen der Schwerhörenden auch die Interessen der weiteren Marktteilnehmer bei der Hörgeräteentwicklung und -versorgung erhoben. So wurden bereits umfangreiche Experteninterviews mit Vertretern der Hörgeräteindustrie, der Krankenkassen und der Hörgeräteakustiker geführt.
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