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Projekt Hardware

Leitung: Dr. Volkmar Hamacher, Siemens Audiologische Technik


Thema:

Verbesserung der Hörgerätetechnologie zur Steigerung der Akzeptanz von Hörsystemen

Beschreibung:

In den vergangenen beiden Jahren wurden im Rahmen des Teilprojektes I des Kompetenzzentrums Hörtech wichtige Grundlagen für die Verbesserung der Hörgerätetechnologie geschaffen. Unter der Leitung von Dr. Torsten Niederdränk (Siemens Audiologischen Technik) wurden neben signalverarbeitungs- auch hardwarebasierte Ansätze zur Verbesserung von Hörsystemen erfolgreich verfolgt. Prinzipiell wurden zwei Zielrichtungen verfolgt, die neben der Erhöhung der Akzeptanz durch verbesserten Klang, Passform und Bedienung zum Ziel haben, eine entsprechende Hardware-Plattform als Taschen-Prototypen für die Entwicklungen in den anderen Teilprojekten des Hörtech zur Verfügung zu stellen. Nach Betrachtung der elektroakustischen Wandler (Mikrofon und Hörer) sowie der Ausführung von Schallkanal, Ventilationsöffnung und Dämpfung konnten in den vergangenen Projektphasen Lösungen gefunden werden, die eine deutliche Verbesserung der klanglichen Eigenschaften bewirken. Aber auch "nichttechnische" Aspekte wurden betrachtet. So wurden Hörgeräte neuer Bauformen entwickelt. Ein Ergebnis waren die sogenannten ADO's ("An-dem-Ohr"), welche wie Schmuckstücke getragen werden, oder auch neue IDO's ("In-dem-Ohr"), die hinter dem Antitragus liegen. Ziel der Anstrengungen war es, die Verbesserungen nicht nur theoretisch auszuarbeiten, sondern in Form von Prototypen zu zeigen und vor allem die Akzeptanz und den Nutzen in Fokusgruppenanalysen und Probandentests zu evaluieren. Zwei der gefertigten Prototypen werden momentan noch ausgiebig getestet. Als Support für die anderen Teilprojekte des Hörtech, die sich mit Signalverarbeitung, Anpassstrategien etc. beschäftigen, wurde einerseits Hardware entwickelt und zur Verfügung gestellt, andererseits hat ein Know-How-Transfer stattgefunden. Eine Plattform für ein effizientes Vorgehen ist das sogenannte "MASTER-Hearing-Aid". Es handelt sich dabei um eine tragbare zentrale Prozessoreinheit mit angekoppeltem Analog/Digital-Frontend, mit dem neue Signalverarbeitungs- und Anpassalgorithmen unter realistischen Bedingungen getestet werden können. Natürlich stellt sich die Frage: Welchen Nutzen haben schwerhörige Mitbürger von diesen Entwicklungen? Darauf kann und sollte es nur eine Antwort geben: Die Steigerung der Lebensqualität von Schwerhörigen durch einen verbesserten Nutzen und eine größere Akzeptanz von Hörsystemen.

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