HörTech gGmbH
Menu

Release des openMHA verfügbar

Die  erste offizielle Release des openMHA  ist online gestellt.
 
 

Mehr Details im Download.

(gefördert durch NIDCD 1R01DC015429-01)

Seit über 10 Jahren arbeiten Forscher in Oldenburg an ihrem „Master Hearing Aid”, einer Softwareplattform, die ein Hörgerät simulieren kann und mithilfe derer seit Jahren neue Programme für Hörgeräte, die an der Universität Oldenburg entwickeln wurden, getestet werden können. Das Master Hearing Aid wird nun zu einer Open-Source-Plattform, dem „openMHA“, ausgebaut, um es einer großen Forschercommunity zur Verfügung zu stellen. Diese Öffnung sorgt dafür, dass Forscher in der ganzen Welt auf einer einheitlichen Plattform forschen und entwickeln können. Umgekehrt stellt der open-source-Gedanke über entsprechende Lizenzen sicher, dass Entwicklungen anderer Arbeitsgruppen auf dem Oldenburger Master Hearing Aid wiederum frei zur Verfügung gestellt werden müssen – so profitiert die gesamte Community und letztendlich der Hörgerätenutzer.
Diese Entwicklung wird aktuell von den National Institutes of Health (NIH) der USA im Rahmen eines fünfjährigen Forschungsprojekts gefördert, an dem neben der Universität Oldenburg auch die HörTech gGmbH in Oldenburg sowie die BatAndCat Corporation, eine kleine  aber forschungsstarke  Firma aus dem Silicon Valley, beteiligt sind. Innerhalb des Projekts werden regelmäßige sogenannte releases, d.h. neue Versionen der Software, auf einer öffentlichen Plattform zur Verfügung gestellt (Link: https://github.com/HoerTech-gGmbH/openMHA). Nachdem im Februar diesen Jahres bereits eine Pre-release in Form eines grundlegenden Softwarepakets mit der Funktionalität eines basalen Hörgerätes veröffentlicht wurde, wurde jetzte die erste offizielle Release online gestellt. Weitere regelmäßige Updates dienen dazu, neue Funktionen des Programms zu entwickeln und freizugeben. Bislang sind beispielhaft drei Anwendungen enthalten, die für Hörgeräte von grundlegender Bedeutung sind: Signalverstärkung (abhängig vom Hörverlust), Unterdrückung von Störgeräuschen, um Sprache besser verstehen zu können, und Unterdrückung von Rückkopplung, ein allgegenwärtiges Problem in modernen Hörgeräten. Diese Elemente können zusammengeschaltet werden zu einem vollständig funktionsfähigen Hörgerät, und außerdem mit weiteren, auch selbst entwickelten, Algorithmen verschaltet werden, die damit sehr realitätsnah getestet werden können.
Der Zugang zur Plattform soll zukünftig über drei Wege ermöglicht werden. Erstens richtet sich die Plattform an Programmierer, die selber Algorithmen auf der Plattform entwickeln wollen, zweitens an Anwendungsingenieure, die die Plattform in eine Messapparatur einbauen wollen und von der modularen Struktur profitieren können, drittens aber auch an Endanwender wie beispielsweise Hörakustiker oder Audiologen, die das System „plug-and-play“ benutzen wollen und lediglich bestimmte Signalparameter verändern wollen, die sie mit ihren Probanden und Hörgerätenutzern testen wollen.
 
Mehr Informationen unter  http://www.openmha.org/