Logo des Hörzentrums
Menu

Die Einführung von Cochlea-Implantaten bedeutete eine umwälzende Veränderung der Leben von hochgradig schwerhörenden und ertaubten Menschen.
Die Fähigkeit, die Informationen von beiden Ohren zu integrieren, ist ein kritischer Faktor für das Hörvermögen. Obwohl bilaterale Implantationen (d.h. unabhängige Implantate in jedem Ohr) dies zu einem gewissen Grad ermöglichen, fehlt hier jedoch die zeitliche Information, die für ein echtes binaurales (d.h. zweiohriges) Hören notwendig ist, völlig.
Die nächste Generation von Cochlea-Implantaten wird echtes „Cocktail-Party“-Hören für ertaubte Menschen ermöglichen. Binaurale Implantate, die bedingt durch einen einzelnen, gemeinsamen Prozessor koordiniert zusammen arbeiten, stellen eine neue Generation von medizinischen Geräten dar, welche den Anforderungen der binauralen Hörverarbeitung im Gehirn Rechnung tragen, um effektives Hören wieder herzustellen.
Im September 2012 startete das Forschungsprojekt „Advancing Binaural Cochlear Implant Technology“, kurz: ABCIT, das von der Europäischen Union über einen Zeitraum von 3 Jahren in einer Höhe von 4 Mio. € gefördert wurde. Koordiniert wurde das Projekt vom Ear Institute am University College in London (UCL). Weitere Partner des Projekts waren der dänisch/französische Cochlea-Implantat-Hersteller Oticon Medical/Neurelec, die Universität Oldenburg sowie HörTech.
Ziel des Projekts war die Verbesserung des räumlichen Hörvermögen von Cochlea –Implantat –Nutzern, speziell derer, die das binaurale Neurelec-Gerät verwenden, welches beide implantierten Ohren synchron stimuliert. Binaurales Hören ist notwendig, um Schallquellen zu lokalisieren sowie für das Hören in lärmbehafteten Umgebungen.

Fördermaßnahme

Europäische Union

Projektpartner

  • Ear Institute am University College in London (UCL)
  • Oticon Medical/Neurelec,
  • Universität Oldenburg
  • HörTech

Projektlaufzeit

Die Forschergruppe "Individualisierte Hörakustik" (FOR 1732) existiert seit 2012 und befindet sich bereits in der zweiten Förderperiode.