Logo des Hörzentrums
Menu

HörTech und der Exzellenzcluster Hearing4all auf der EUHA 2018

Die HörTech gGmbH und der Exzellenzcluster Hearing4all präsentieren, auf dem 63. Internationalen Hörakustiker-Kongress vom 17. bis 19. Oktober in Hannover, aktuelle Forschungsergebnisse und nutzerorientierte Anwendungen für Hörakustik und Hörsystemindustrie.

Ganz nach dem diesjährigen Leitthema des EUHA-Kongresses „Digitalisierung“ laden die gezeigten Anwendungen und Demonstratoren die Messebesucher auf eine Reise in die Zukunft der Branche ein.

TASCAR – die Toolbox für virtuelle Akustik – holt die Realität ins Labor
Die Entwicklung von Hörgerätealgorithmen wird von der Frage nach der optimalen Hörunterstützung der Betroffenen in komplexen akustischen Situationen geleitet. TASCAR bietet die Möglichkeit, sich bewegende Quellen in realistischen Räumen zu simulieren und kann dabei gleichzeitig Interaktionen des Nutzers berücksichtigen. So lässt sich z.B. alltagsnahe Erlebnisanpassung direkt im Fachgeschäft durchführen oder der individuelle Hörgerätenutzen ermitteln.

ACALES: Eine Methode zur reliablen Erfassung der subjektiven Höranstrengung
In den meisten Situationen, in denen Personen zwar weitgehend alles verstehen, jedoch von einer erhöhten Höranstrengung sprechen, ist die Sprachlautstärke höher als die Lautstärke der Umgebungsgeräusche. Obwohl eine hohe individuelle Sprachverständlichkeit erreicht werden kann, berichten vor allem hörgeschädigte Personen, dass es einer hohen Anstrengung bedarf diese Sprachverständlichkeit zu erzielen. Höranstrengung ist ein wichtiger Parameter zur Bewertung von Hörgeräten und Algorithmen. Mit „ACALES“ (adaptive categorial listening effort scaling) kann die subjektive Höranstrengung mittels einer 14-stufigen Skala auf einfache Art und Weise ermittelt werden.

Matrix-Tests für mehr als 60% der Weltbevölkerung verfügbar
2018 wurde der Internationale Matrixtest in acht weiteren Sprachen als Medizinprodukt veröffentlicht. Fünf neue Matrix Tests in den Sprachen Englisch (UK), Schwedisch, Niederländisch, Norwegisch und Dänisch, sowie drei neue Simplified Matrixtests in den Sprachen Italienisch, Finnisch und Französisch. Nun können Hörakustiker ihren Kunden moderne Sprachaudiometrie in 18 verschiedenen Sprachen anbieten – in Ruhe und im Störgeräusch. Matrix Tests bilden Alltagssituationen ab (es müssen ganze Sätze im Störgeräusch verstanden werden) und sind gleichzeitig ein sehr genaues Messinstrument. Daher eignen sich die Verfahren hervorragend, um die Leistung von Hörgeräten in realistischen Situationen zu testen und Unterschiede zwischen verschiedenen Geräten aufzuzeigen.

Spannende Vorträge im fachwissenschaftlichen Vortragsprogramm ergänzen den Messeauftritt der HörTech und des Exzellenzclusters Hearing4all

Mittwoch, 17.10.2018; 14 15 – 14 45 Uhr
Dr. Michael Schulte, Oldenburg: „ACALES: Eine Methode zur reliablen Erfassung der subjektiven Höranstrengung und Evaluation von Algorithmen zur Störgeräuschbefreiung“

Freitag, 19.10.2018; 9 30 – 10 00 Uhr
Florian Denk, Oldenburg: „Ein akustisch transparentes Hörsystem“

Freitag, 19.10.2018; 10 00 – 10 30 Uhr
Micha Lundbeck M.Sc., Oldenburg: „Hörgeräteevaluation mit virtueller Akustik“

Wir freuen uns auf Ihren Besuch an Stand B12! Kontakt vor Ort:
Stefan Wetzel (Business Development)
Telefon: +49 (0) 151 20050631
E-Mail:

Redaktioneller Hinweis:
Die HörTech gGmbH wurde 2001 als Kompetenzzentrum für Hörgeräte-Systemtechnik vom Hörzentrum Oldenburg und der Universität Oldenburg gegründet. Ziel der gemeinnützigen Gesellschaft ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung und die Gewinnung neuer Methoden und Erkenntnisse im Bereich des Hörens. Das Institut, das ursprünglich aus einem bundesweiten Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hervorgegangen ist, genießt mittlerweile internationale Anerkennung und leistet viel beachtete Grundlagenforschung zur Verbesserung von Hörgeräte-Technik. Die Mitarbeiter der HörTech suchen nach neuen Möglichkeiten, Hörgeräte besser an die individuellen Bedürfnisse ihrer Träger anzupassen, sowie nach Methoden, die die Rehabilitation von Hörgeschädigten erleichtern. Für die wissenschaftliche Arbeit werden neueste Er-kenntnisse über Audiologie und digitale Signalverarbeitung zusammengeführt. Dabei greift die HörTech auf ein bundesweites Kompetenz-Netzwerk zurück. Sitz der HörTech gGmbH ist das „Haus des Hörens“ in Oldenburg. Weitere Infos unter www.hoertech.de.

Ziel des Exzellenzclusters „Hearing4all" ist buchstäblich das „Hören für alle". Durch eine Verbesserung der individualisierten Hördiagnostik und der darauf angepassten Versorgung mit persönlichen Hörhilfen wollen die WissenschaftlerInnen die Kommunikationssituation von Betroffenen entscheidend verbessern. Hierbei werden grundlegende, auf Modellen basierende Arbeiten zur Diagnose und zum auditorischen Profil von Normal- bis schwerhörenden Menschen durchgeführt, um zu einem besseren Verständnis des individuellen Gehörs zu gelangen. Darüber hinaus werden diese Modelle benutzt, um die individuelle Versorgung mit technischen Hörhilfen zu verbessern und an die jeweilige Situation angepasst zu optimieren. Die Federführung des Konsortiums liegt bei der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Neben der Medizinischen Hochschule Hannover und der Leibniz Universität Hannover sind auch das Kompetenzzentrum HörTech, die Jade Hochschule, die Hörzentren Hannover und Oldenburg, die Abteilung Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer IDMT, das Fraunhofer ITEM, das Laser Zentrum Hannover e.V. und das Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst am Exzellenzcluster beteiligt.